Über mich und meine Motivation
Meine ersten Erfahrungen
Als ich mit meiner Frau zusammenkam, wurde ich zum ersten Mal mit dem
Thema Betreuungsregelung konfrontiert. Sie hatte eine von einer hochbezahlten Fachkraft erstellte Scheidungsvereinbarung in der auch der persönliche Umgang der Kinder mit dem Kindsvater geregelt war. Teuer war diese Regelung, aber trotzdem war sie kaum mehr als ein grobes Gerüst und das Papier auf dem sie stand nicht wert.
Viele wichtige Punkte waren unklar, unvollständig oder gar nicht geregelt. Was das in der Realität bedeutete, habe ich sehr schnell erlebt: Missverständnisse, Diskussionen, immer wieder Streit. Situationen, die für alle belastend waren,
für die Eltern, aber vor allem für die Kinder.
Ich selbst hatte mich vorher nie mit solchen Themen auseinandergesetzt. Und gerade deshalb war ich fassungslos, wie wenig hilfreich diese „professionelle“ Lösung war. Wie konnte es sein, dass man Eltern in einer ohnehin schwierigen Phase etwas verkauft, das so viele Lücken offen lässt und im Alltag mehr Probleme schafft als löst?
Diese Erfahrung hat mich geprägt und mich motiviert hier Abhilfe zu schaffen. Ich begann mich sehr intensiv mit der Thematik auseinanderzusetzen, schlussendlich konnte ich den Kindsvater mit ins Boot holen und wir, der Vater, meine Frau und ich haben Schritt für Schritt eine wirklich detaillierte, klare und faire Betreuungsregelung ausgearbeitet.
Und das Schöne war:
Sie wirkte, brachte Ruhe, sie normalisierte die Beziehung der Kindseltern nachhaltig
und sie gab den Kinder die so wichtige Sicherheit im Umgang mit der wechselnden Betreuung.
Diese Regelung hat über viele Jahre und ohne grössere Anpassungen und Konflikte funktioniert.
Heute sind diese Kinder alt genug und regeln ihren persönlichen Kontakt selber.
Meine ganz persönliche Erfahrung
Als sich meine Frau und ich später trennten, war eines der ersten Dinge, die wir taten,
die Betreuungsregelung für unsere gemeinsame Tochter zu erstellen.
Unsere Trennung war emotional, teils hitzig, schmerzhaft und alles andere als einfach. Doch dank der sehr früh vorhandenen und konsequent gelebten Betreuungsregelung wurde das Thema Kinderbetreuung nie zu einem zusätzlichen Brandherd.
Die Regelung war klar, fair und für beide Seiten und unsere Tochter umsetzbar und das hat uns alle enorm entlastet.
Heute, fast sechs Jahre später, sind die Emotionen längst vergangen. Doch die Regelung besteht immer noch. Sie lebt von Klarheit, Respekt und einer situationsbedingten Flexibilität, die wir alle selbstverständlich leben.
Eine gute Betreuungsregelung ist nicht einfach ein Stück Papier, sondern sie ist vermutlich der wichtigste Baustein für den Neustart, das Fundament der Beziehung nach der Beziehung.
